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„Sei achtsam zu Dir selbst!“ oder „Liebe Dich selbst!“ sind wahre Ermahnungen an alle Menschen.
Ja, das sollten wir ALLE tun. Wir sollten gut zu uns sein.

Warum aber ist es so schwer

Dieser Frage gehe ich mit meinen Kunden immer wieder nach. Denn da gibt es Gründe, die wie innere Antreiber uns dazu anpeitschen, Leistungen zu erbringen, die im Widerspruch dazu stehen, mit uns selbst liebevoll umzugehen. Und diese Antreiber sind uns nicht so bewusst, aber der Druck eben anders gegen sich selbst zu handeln, der ist sehr präsent. Dessen nicht genug: dieser Antreiber hat einen Partner an seiner Seite und dieser Partner verteilt laufend auch noch das schlechte Gewissen, wenn Sie sich dem Leistungsdruck nicht beugen. Noch schlimmer wird es, wenn Sie sogar die bewusste Entscheidung treffen, dass Sie nach Ihren eigenen Erkenntnissen, eben achtsam, agieren möchten. So entsteht ein Teufelskreislauf, der Sie wie in einem Hamsterland laufen und nicht zur Ruhe kommen lässt.

Deshalb: wenn auch Sie diesen Leistungsdruck spüren, nicht zur Ruhe kommen, ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn Sie sich eine Auszeit für sich selbst nehmen (wollen), dann seien Sie milde mich sich selbst und entwickeln Sie ein Selbst-Mitgefühl zunächst.

Mit diesem Selbst-Mitgefühl fängt die Achtsamkeit erst an. Es kann der Anlass, die Initialzündung dazu sein, dass Sie es sich gönnen, sich mit sich selbst zu befassen und sich dabei begleiten lassen, damit Sie sich selbst mal kennenlernen und die Botschaft der Antreiber an Sie verstehen.

Nur wenn Sie verstehen, wie Sie ticken, können Sie etwas ändern. Alles, was Sie selbst nicht verstehen, ist nur ein netter Kalenderblattspruch und ein weiterer Punkt, der Sie bedrückt.

Und ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber ich finde, dass das Leben zu kurz ist, um sich ständig unter Druck setzen zu lassen, oder?

An dieser Stelle kommt jedoch schon die nächste Frage:

Wer ist das ICH?

Wir verwenden dieses Wort, diese Bezeichnung so häufig. Aber da kommt es zu einer permanenten Verwechslung. Das ICH was Sie, was wir, wirklich sind, das lässt sich am besten erklären, in dem ich sage, was es alles nicht ist:

❌ Es ist nicht Ihr Name.

❌ Es ist nicht, das, was Sie gerade machen und gesellschaftlich darstellen.

❌ Es ist nicht Ihr Job, nicht Ihr Berufstitel, nicht Ihre Position in der Firma.

🧩 Das alles sind einzelne Puzzleteilchen und nun kommt`s: und diese Puzzleteilchen können sogar sowas von gar nichts mit dem ICH zu tun haben‼️

Vieles, was wir von uns selbst erzählen und dabei mit dem ICH titulieren, sind erdachte und konstruierte Tatsachen, die wiederum weit entfernt sein können von dem tiefen, inneren Kern, der wir sind. Der dieses ICH ist.

🍳 Das ICH spiegelt sich in alldem.

Wenn es harmonisch in Ihrem Leben abläuft, dann gefällt es Ihrem ICH, was Sie machen. In diesem Fall ist es ein Leichtes, sich selbst zu lieben, auf sich selbst zu achten. Weil Sie dann in einem sogenannten Flow sind – Ihr Leben fliesst gut dahin und auf dem Weg begegnen Ihnen Chancen und Sie sind in der Lage diese zu ergreifen.

Gibt es jedoch Probleme, Existenzängste, Streit, dann ist das, was Sie sich „erdenken“ nicht konform mit Ihrem ICH. Dann gibt es auch nicht wirklich viel zum Lieben gerade und letztlich ist es gut so. Deshalb schliesst sich hier der Kreis: Sie sollten an dieser Stelle Mitgefühl mit sich selbst haben und sich dann auf den Weg machen, dass Sie mit Ihrem ICH und dem, wie Sie Ihr Leben gestalten, wieder in Harmonie kommen.

Ich finde es jedes Mal spannend, wenn mein Kunde sein ICH anfängt zu begreifen. Ein magischer Moment für ihn und ich habe die Ehre dabei zu sein 😊

Ich wünsche auch Ihnen, dass Sie Ihr ICH immer mehr wahrnehmen. Auch wenn ich nicht weiss, wie genau Ihr Innerstes aussieht, aber ich was ich dazu weiss, ist, dass es wunderschön, sinnvoll und einfach liebenswert ist.

Alles Gute!

Ihre

Agnes Martin-Dulemba

www.klaradenken.com

 

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