Ihre Partnerschaft verrät sehr viel über Sie als Geschäftsperson. Wussten Sie das?

Was hat eigentlich Ihre Partnerschaft mit Ihrer geschäftlichen Tätigkeit zu tun? 🧐

Es ist ein und dasselbe, was beide im Inneren motiviert.
Die innere Motivation ist uns jedoch nicht immer so klar, wie Viele denken. Es ist uns nicht klar, warum wir so fühlen und handeln, wie wir es tun und in der Krise ist es uns nicht immer bewusst, dass wir die gleichen Lösungsmechanismen in allen Lebensbereichen anwenden.

Worauf ich hinaus will? 😉
Sehr oft kommt jemand in die Beratung, weil er geschäftliche Probleme hat oder weil er nicht mehr so beruflich unterwegs sein will, wie bisher, aber er kommt einfach nicht darauf, was er verändern soll, um zufriedener zu sein.

Die Lösung liegt häufig darin, dass ich die Partnerschaft meines Kunden anspreche und da zeigt sich, dass parallel auch dort Defizite sind. Und diese wirken sich gegenseitig aufeinander aus: jemand mit einer stabilen Partnerschaft ist überzufällig häufig auch geschäftlich erfolgreich.

Leider denken viele Menschen, dass wenn Geld da ist, dann auch die Partnerschaft hält. Stimmt bei Vielen sicherlich.

Aber umgekehrt stimmt es auch und dies ist unbeachtet: wenn Sie eine stabile, sich gegenseitig unterstützende und die gleichen Lebensziele verfolgende Partnerschaft führen, dann kommt auch Geld rein. 😊 Allein deshalb, weil derjenige selbstbewusster und sicherer im Auftreten ist.

Wussten Sie das?

Wie ist es in Ihrer Partnerschaft: haben Sie die gleichen Visionen, wie Ihr Partner, wie Ihre Partnerin?

Gewinnen Sie Mut und Zuversicht aus Ihrem Zusammenleben?

Mein Tipp: denken Sie mal darüber nach, welche Ziele und Visionen Sie noch im Leben angehen wollen und spüren, dass Sie diese sogar angehen müssen für Ihre eigene Zufriedenheit im Leben und damit Ihr Leben einen Sinn für Sie ergibt. Schreiben Sie sich die Erkenntnisse dazu auf und lassen Sie diese auf sich wirken.

Und nach ein paar Tagen setzen Sie sich hin und denken darüber nach, was Sie von Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner in Bezug auf seine Wünsche an das Leben wissen? Sind es auch grundsätzlich Ihre Ziele? Wodurch sind Sie miteinander verbunden?

Häufig stellt sich in dem Beratungsprozess bei uns heraus, dass diese Fragen vernachlässigt sind oder dass Partnerschaften nicht voll ausgelebt werden. Hier spielen Ängste eine Rolle oder sehr häufig wird eine Partnerschaftsform gelebt, die aus einem Widerstand und einem Ablehnen der Partnerschaftsstrukturen aus unserer Herkunftsfamilie entstammen. Zum Beispiel: die Mutter war unselbständig und sehr auf den Vater angewiesen, der wiederum über die ganze Familie herrschte. Was bei der Tochter dann passieren kann? Sie lebt in einer ungebundenen, lockeren Partnerschaft in einem Single-Haushalt, lehnt eine eigene Familie ab und sagt, dass es ihr so gefällt. Sie ist eine unabhängige Karrierefrau.

Aber in der Karriere merkt sie immer wieder Blockaden und holt sich dazu eine professionelle Beratung und es stellt sich recht schnell heraus, dass die geschäftliche Blockade sehr stark damit zusammenhängt, dass sie in einem anderen Lebensbereich zu stark gebunden ist. Denn niemand kann frei sein, wenn er sich von erlebten Traumata nicht löst. Das Fatale daran ist jedoch, dass wir es nicht unbedingt merken, weil der Lösungsmechanismus für den Umgang mit einem kindlichen Trauma so stark ausgeprägt und mächtig ist, dass die Person tatsächlich glaubt, dass sie frei ist, wie in meinem Beispiel. In Wahrheit jedoch löst sie nichts, sondern lässt sich weiterhin von verletzten Gefühlen leiten. Diese spielen dann immer unterbewusst zumindest im Berufsleben mit eine Rolle.

Ich nehme dabei gern ein anderes Beispiel, das dieses System noch anschaulicher beschreibt. Stellen Sie sich vor, dass Sie Angst vor Hunden haben und zwar eine richtige Phobie. Ihre Angst ist sogar so groß, dass Sie Panik bekommen, wenn Sie einen Hund sehen. Nun wählen Sie als Strategie die Vermeidung von Begegnungen mit Hunden. Sie gehen nicht mehr im Park oder im Wald spazieren, Ihren Freundeskreis suchen Sie sich so aus, dass niemand einen Hund hat und sie wohnen mitten in der Stadt in einem Hochhaus, weil da die Wahrscheinlichkeit von Hunden geringer ist, als in einer Einfamilienhaussiedlung. Damit spüren Sie die Angst nicht mehr. Sie können frei atmen und alles scheint gut zu sein.

Aber ist damit alles in Ordnung? Was passiert, wenn nun doch ein Hund vorbeikommt? Die Angst ist sofort wieder da, nichts ist gelöst.

Und so ist es in den Beziehungen. Plötzlich will der Eine heiraten und der Andere nicht. Oder der Eine will sich selbständig machen und der Andere will aber Sicherheit und auf einmal flammt das alte Trauma wieder auf. Analysieren wir diese zunächst unbegreifliche Situation, zeigt sich häufig, dass diese Menschen doch nicht aus freien Entscheidungen heraus ihre Partnerschaft führen und dass sich das Ganze auf das Geschäft auswirkt.

Alles hängt mit allem zusammen. Wir alle sind ein System aus vielen Lebenserfahrungen, zu denen auch Traumata gehören und es kommt die Zeit, wo diese aufgelöst werden wollen, denn sonst blockieren sie uns. Und dann gibt es keinen Schuldigen im Außen, sondern das Drama läuft schon lange im Inneren. Corona Krise hin oder her: wer jetzt seine Partnerschaft stabilisiert, der stabilisiert sich auch geschäftlich und kommt viel besser durch die Krise.

Alles Gute und Liebe

Ihre

Agnes Martin-Dulemba

www.klaradenken.com

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