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❗️”Es ist der paradoxe Grundsatz, dass der Mensch nur dann zur Gemeinschaft fähig ist, wenn er sich selbst sein kann.” schrieb der Verleger und Kolumnist Christoph Pfluger vom Zeitpunkt Verlag in seinem letzten Newsletter.

❓Was aber ist das Paradoxe an dieser Aussage?

Das Paradoxe ist, dass eine der grössten Gemeinsamkeiten unter den Menschen ist, dass die Meisten meinen, dass sie es sich nicht leisten können, dass sie nicht überleben können, wenn sie ihr Leben so gestalten, wie es wirklich zu ihnen selbst passt.

Oder anders ausgedrückt: dass sie nicht so sein dürfen, wie sie sind, weil sie sonst zum Untergang verdammt sind.

Dieser Glaubenssatz ist wahrscheinlich global am Meisten verbreitet.

? Die Erfolgsgeschichten aus dem Leben erzählen jedoch, dass ein echter Erfolg, höchste Zufriedenheit und eine stabile Gesundheit sich erst dann einstellen, wenn der Mensch nur noch aus dem Herzen heraus lebt, so wie es ihn mit Liebe erfüllt.

Ist das nicht paradox? ?

Wie aber können wir das ändern?

Die Ereignisse des Jahres 2020 zwingen uns regelrecht dazu, diese Haltung und diesen Glaubenssatz zu ändern und aus dieser irrsinnigen Paradoxie herauszugehen.

Den ersten Schritt können wir nur mit uns selbst und aus uns selbst heraus gehen und dafür sind die Beschränkungen, die wir erleben, sehr gut. So können wir uns nicht mehr übermässig im Aussen verlieren, sondern werden gezwungen, mit uns allein zurecht zu kommen. Es mag sein, dass dieser Zustand erst einmal alles Andere als angenehm ist. Ich hörte letztens den Spruch: «Ich lache lieber, denn sonst würde ich nur noch schreien!». Also, dieser Herausforderung des mit sich selbst klar zu kommen, stehen Sie nicht allein gegenüber. Stehen Sie diese Zeit jedoch durch, dann kommen Sie wieder in Kontakt mit sich selbst und da kommt automatisch der Wunsch, einfach so sein zu wollen, wie man ist. Da meldet sich Ihr Herz und lädt Sie ein, aus Liebe zu handeln.

Natürlich wird sich auch der Glaubenssatz melden und sagen: «Also, da bin ich ganz anderer Meinung! Wir können uns nicht erlauben, dass…». Lassen Sie ihn reden, beobachten Sie ihn nur, wie er so auf Sie eindrescht, seien Sie mitfühlend mit ihm, denn er weiss es nicht besser. Er wurde dazu erzogen. Mit diesem Selbstmitgefühl fängt der Wandel bereits in Ihnen an.

Daraus können Sie dann den zweiten Schritt gehen und auch das Herz und seine Aussagen beachten, hinhören und beobachten, wie sich die Herzensaussagen für Sie anfühlen. Irgendwann, eigentlich durch ein Nichts-Tun, sondern nur durch die Beobachtung wird sich ein Sog in eine Richtung entwickeln und der folgen Sie.

Es ist mir wohl bewusst, dass es sein kann, dass Sie nicht direkt den Herzensweg einschlagen, sondern dass die Ration wieder gewinnt. ABER: ab dem Moment, wo es Ihnen bewusst wird, dass es auch einen Herzensweg gibt, den Sie jetzt vielleicht noch nicht gehen, entwickelt sich eine Sehnsucht nach dieser Liebe und diese breitet sich viral aus, sozusagen intravenös, so dass sich immer mehr Herz und Liebe in Ihnen ausbreiten wird und Ihre Handlungen somit vom Herzen heraus gesteuert werden.

Allerdings erlebe ich es gerade in diesem Jahr 2020 so, dass es sehr sehr vielen Menschen direkt gelingt, in ihr Herz zu kommen und dass immer mehr Menschen aus diesem Paradox aussteigen und anfangen sie selbst zu sein und den Mut haben, diese Prämisse zu der Ersten in ihrem Leben zu machen. Das erfüllt mich mit sehr viel Glück und dieses Erleben wünsche ich auch Ihnen ☘️

Haben Sie einen schönen Tag!

Ihre

Agnes Martin-Dulemba

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